12. Oktober 2009

Gemeinde Lelkendorf

 

Abschluß des Projekts ” Kunst fürs Dorf-Dörfer für Kunst”

Die Gemeinde Lelkendorf schloss im Beisein zahlreicher Einwohner von Lelkendorf und auswärtiger Gäste ein Projekt ab, das als Pilotprojekt im April 2008 durch die Deutsche Stiftung Kulturlandschaft und den Deutschen Bauernverband ins Leben gerufen wurde und der Gemeinde eine arbeitsreiche aber auch spannende Zeit bescherte.

Werhätte damals daran gedacht, dass dieses Projekt so viele Menschen und vor allem Einwohner von Lelkendorf beschäftigen würde.

Wir hatten den Titel des Projekts für uns umformuliert und daraus “Kunst für Lelkendorf-Lelkendorf für Kunst”gemacht, weil wir meinten, das würde besser zu uns passen.

Der Dank geht an Rolf Wicker, der 8 Monate in Lelkendorf tätig war, für seine eigenwillige, unkonventionelle aber interessante Denkart und Ausführung seiner “Kunstwerke”.

Mit der Temporären Kunsthalle hatte Rolf Wicker Künstler nach Lelkendorf geholt, die mit ihren temporären Ausstellungen nicht immer unbedingt den Zuspruch der Bewohner Lelkendorfs erhielten, die jedoch eine monatelange Diskussion  um und über Kunst anregten. Pfelder, Ecke, Schlinke,Pudor, Hoffmann, Thoma und Scheibe haben in unterschiedlicher Art und Weise ihrem Kunstverständnis Ausdruck verliehen und Rolf war ihr Direktor, Kurator und Dirigent in seiner Kunsthalle.

Die Gemeinde hat am 12.09.09 mit dem temporären Projekt “Einschlag” von J.P.Scheibe den Reigen der Ausstellungen und gleichzeitig das gesamte Projekt mit einem weinenden und einem lachenden Auge abgeschlossen. Mit einem weinenden, weil eine schöne und ereignisreiche Zeit vorbei ist und einem lachenden, da Rolf W. uns mit seinen 4 Kunstwerken, die wohlbedacht im Dorf an verschiedenen Punkten stehen, ein Ergebnis seiner Arbeit für immer überlassen hat.

Was bleibt, ist die Erinnerung an einen Künstler, seine Arbeit, an einen Menschen, der schnell Kontakt zu den Dorfbewohnern fand und sichtlich das Dorf und seine Menschen geprägt hat.

Der Dank der Gemeinde Lelkendorf geht aber auch an 

- die Deutsche Stiftung Kulturlandschaft und ihre Geschäftsführerin Frau Ingrid Apel,

.- die kuratorische Begleitung des Projekts durch Frau Dr. Simone Tippach-Schneider,

- den Kulturförderverein Lelkendorf, der maßgeblichen Anteil an der Erarbeitung der Bewerbungs- und Projekt-

  unterlagen hatte und Wohnung und Atelier zur Verfügung stellte,

- die Freunde und Mitarbeiter der Temporären Kunsthalle für die nicht immer einfache Begleitung des Projekts,

- die Einwohner Lelkendorfs, bei denen Rolf ein gern gesehener Gast zum Mittagessen war und so im persönlichen    Gespräch viele Eindrücke für seine Arbeit sammeln konnte,

- die Gemeindearbeiter, die bei der Vorbereitung der zeitweiligen Ausstellungen immer mit Herz und Hand  tat-

  kräftig zur Stelle waren,

- die Freiwillige Feuerwehr Lelkendorf für die hilfreiche Unterstützung insbesondere bei der Eröffnung der TKH  

  und beim “Einschlag”

 - die Bauern Schulte-Ebbert sen und jun., die immer mit großer Bereitschaft für Material, Technik, Brennholz,

   und auch Geld das gesamte Projekt unterstützten,

- die Bierstube Köhne für die zeitweilige Verpflegung der Künstler,

- das Künstlerhotel Ören.

Zum Abschluß der Verabschiedung von Rolf Wicker überreichten die Freunde der Temporären Kunsthalle und die Gemeinde Lelkendorf dem Künstler eine “Notfallkiste”, die alle notwendigen Utensilien zum Überleben enthält, denn Rolf W. hat sich, wenn alles klappt, entschlossen, seinen Arbeitsmittelpunkt in die Gemeinde nach Küsserow zu verlegen.

Nach dem “Einschlag” und großartigem Einsatz der FFW begann ein Dorffest bis in die fühen Morgenstunden des nächsten Tages mit vielen Gesprächen bei Musik, Tanz, Essen und Trinken.

 

E.Habelt

PS. Immer noch pilgern Einwohner und Besucher von Lelkendorf zu den 4 Aussichtspunkten. Rolf W. wurde wieder in Lelkendorf  gesichtet bei Arbeiten auf seinem neuen Grundstück und bei den Freunden der TKH.

Zukunftsbild von Grambow im Jahr 2057

11. September 2009

grambow2057RG überreichte der Gemeinde das Zukunftsbild Grambows im Jahr 2057. Im Jahr 2057 feiert Grambow sein 700 jähriges Bestehen. Im Grambower Morrboten wurde bereits in einem Artikel dazu bereits Bezug genommen. Darin wird ein Szenario eines vollzogenen Klimawandels und einer Überalterung als ambivalenter  Traum oder Albtraum betrachtet.

Bilder vom Aufbau in Grambow

08. September 2009

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REINIGUNGSGESELLSCHAFT: Eröffnung in Grambow am 5. September 2009

31. August 2009

rg_grambowLeitsystem zum Neuen: Eröffnung in Grambow

5. September 2009, 14.30 Uhr an der Bushaltestelle

REINIGUNGSGESELLSCHAFT entwickelte über sechs Monate gemeinsam mit Bewohnern der 700 Einwohner zählenden Gemeinde Grambow in Nordwestmecklenburg ein partizipatives Kunstprojekt. Es hat zur Aufgabe, ein neues Gemeinschaftsbewusstsein und Handlungsperspektiven anzuregen. Damit soll der Ausdünnung der Region und dem Verlust kommunaler Souveränität im ländlichen Raum entgegengewirkt werden.

Basierend auf einer Umfrage über die Lebensbedingungen und Zukunftsperspektiven im ländlichen Raum entwickelte die RG ein Leitsystem zum Neuen. Es besteht aus Verkehrsschildern, deren Piktogramme auf die Aufgaben der Zukunft verweisen. Ausgehend von strukturellen Herausforderungen wie Klimawandel, demographische Entwicklung, Arbeitsplatzperspektiven und Lebenschancen im ländlichen Raum bietet das Leitsystem Orientierungspunkte zum gesellschaftlichen Handeln.

Leni Hoffmanns 2. Version von kort un wiet – Ausstellungseröffnung am 25. Juni 2009

14. Juli 2009

Hier ein paar Bilder der zweiten Version von kort un wiet und meiner ziemlich verregneten Eröffnung…

Mit herzlichem Gruß

Leni Hoffmann

Kunst in Ferdinandshof1

Leni Hoffmanns Hauswand

Kunst in Ferdinandshof2

Kunst in Ferdinandshof

Interessierte Kinder aus Ferdinandshof

Interessierte Kinder aus Ferdinandshof

Leni Hoffmanns Kunst an der Bushaltestelle

Leni Hoffmanns Kunst an der Bushaltestelle

Ferdinandshofer Kids an der Kunst-Bushaltestelle

Ferdinandshofer Kids an der Kunst-Bushaltestelle

Seitenansicht

Seitenansicht

Die Kunst-Bushaltestelle vor der Grundschule

Die Kunst-Bushaltestelle vor der Grundschule

Kunst für Lelkendorf – Lelkendorf für Kunst

12. Juli 2009

22.April 2008

Ein Einwohner kommt mit der Zeitung aufgeregt in die Gemeindevertretersitzung und weist auf einen Artikel hin, der Gemeinden in M-V unter 3000 Einwohnern aufruft, sich für das Projekt “Kunst fürs Dorf – Dörfer für Kunst” zu bewerben. Die Gemeindevertretung beschließt daraufhin, sich zu beteiligen.

Gemeinsam mit dem Kulturförderverein Lelkendorf wird die Bewerbung formuliert. Im Bewerbungsschreiben werden die Gemeinde und der Ort Lelkendorf vorgestellt sowie Visionen für die Teilnahme am Projekt entwickelt.

Juni 2008
Die Gemeinde Lelkendorf erhält die Mitteilung, dass sie neben Ferdinandshof und Grambow bei Schwerin für das Projekt ausgewählt wurde.

Juli 2008
Vertreter des Stiftungsrates kommen nach Lelkendorf, um sich die Gegebenheiten und notwendigen Voraussetzungen vor Ort anzusehen. Lelkendorf zeigt sich von seiner besten Seite.

September 2008
Die Ausschreibung für Künstler, die an diesem Projekt Interesse haben, erscheint. Der Berliner Künstler Rolf Wicker ist unter den Bewerbern.

Dezember 2008
In der Landesvertretung M-V in Berlin treffen die Vertreter der drei Gemeinden mit den sechs ausgewählten Künstlern zusammen. Die Gemeinde Lelkendorf entscheidet sich für Rolf Wicker.

15.Januar 2009
Offizielle Eröffnung des Projektes in der Landesvertretung M-V.

26. Januar 2009
Antrittsbesuch von Rolf Wicker in Lelkendorf. Bei Eintreffen des Künstlers hüllt sich Lelkendorf in dichten Nebel.(”Jetzt freuen wir uns, dass wir den Künstler bei uns haben und dann wollen wir mal sehen, wie das weiter geht mit dieser Problematik”).

4. Februar 2009
Rolf Wicker bezieht Quartier in einer Ecke des ehemaligen KfL-Geländes. (Kreisbetrieb für Landtechnik, heute: Kulturförderverein Lelkendorf).

18. Februar 2009
Woher nehmen und nicht stehlen? Der Bauer Schulte-Ebbert bringt Holz für Atelier und Veranstaltungsraum. Es wird doch noch warm.

20. Februar 2009
Unter großer Anteilnahme der Dorfbevölkerung findet die Auftaktveranstaltung statt. Die Dorfbevölkerung wird in vielen Reden sensibel auf den Künstler vorbereitet. Dieser stellt sich und seine bisherige Arbeit anschließend vor. Seine Fotos vom Dorf zeigen überraschende Details aus dem Lelkendorfer Alltag und belegen auf einfache Art und Weise, wie nahe Kunst und Alltag beieinander liegen. (Zitat Zwischenruf: “Mensch Uschi, das ist doch Dein Schuppen!”). An diesem Abend wurde die Idee der Essenspatenschaften vorgestellt. Spontan und freiwillig melden sich sieben Bürger (Bürgermeister: “Wer lädt den Herrn Wicker noch zum Essen ein? Los, hoch mit den Fingern!”)

Streifzüge des Künstlers im Dorf sind ab sofort nicht mehr unerkannt möglich (”Sie sind doch der Künstler hier?”).

13. März 2009
Die TEMPORÄRE KUNSTHALLE LELKENDORF wird in einer riesigen Transportkiste angeliefert und wird in Lelkendorf-Mitte gestellt. Absender ist der Künstler Pfelder, der vom Direktor der Kunsthalle, Rolf Wicker, zu diesem Projekt eingeladen wurde.

28. März 2009
In einer spektakulären Aktion wird von der Freiwilligen Feuerwehr Lelkendorf die Transportkiste geöffnet. Über vierhundert neugierige Augen verfolgen in strömendem Regen das Ereignis. Die erste Ausstellung der Kunsthalle zeigt den Stuttgarter Künstler Rainer Ecke mit seiner Arbeit “Luftballons”. Pfelder und Rainer Ecke geben im “Roten Salon” des Kulturfördervereins einen Überblick über ihre bisherigen Arbeiten.

12. April 2009, Ostern
Rolf Wicker kann sich beim traditionellen Ostereiertrünneln (-trudeln) im Lelkendorfer Wald im Mittelfeld behaupten.
Inzwischen ist er ein beliebter Mitesser. Die Idee mit den Essenspatenschaften schlägt an.

April 2009

Erste Stimmen werden laut, die nach einer Dokumentation über die Aktivitäten in der Kunsthalle fragen. Um die Drucklegung einer solchen Broschüre zu finanzieren, bilden sich die “Freunde der TEMPORÄREN KUNSTHALLE LELKENDORF”. Sie verkaufen eigene Buttons und schaffen durch den Erlös den Grundstock für die geplante Publikation. Jedem Käufer wird ein Gratisexemplar garantiert.

18. April 2009
Erste Begegnung des Dorfes mit der Kunstform der Performance. Jörg Schlinke führt seine Performance “Scheit” vor, präsentiert sie anschließend als Videoinstallation in der Kunsthalle. Seine stille Arbeit löst kontroverse Diskussionen aus (Zitate Publikum: “Wie liebevoll der den Leim auf das Holz aufträgt, – das war ja eher ein Streicheln” aber auch: “Was soll das mit dem Holzhacken, das mach ich jeden Tag!”).

30. Mai 2009
Katja Pudor bezaubert mit ihrer Ausstellung “degrees of frost” selbst Skeptiker (Zitat: “Bisher hat mir das ja nicht gefallen, aber das, das ist wunderschön. Das ist Kunst!”).

11.Juli 2009
Auf Bitte der Künstlerin Leni Hoffmann werden für die nächste Ausstellung in der Kunsthalle vom Bürgermeister 5 Mopeds aus dem Dorf requiriert.

Die Arbeit am Blog muss beendet werden. Die Essenspatenschaft ruft.
Stand: 12. Juli 2009, 11,25 Uhr. Klöpse, Kartoffeln, Gemüse und Pudding.

19. Juli 2009
Leni Hoffmann zu Besuch in Lelkendorf. Ihre Ausstellung “lilt” in der TKL wird eröffnet, über 80 Zuschauer wollen die “wilden Tiere” in der Kunsthalle sehen. Dank an alle Tierhalter, die ihre Lieblinge zur Verfügung gestellt haben. Der Rote Salon ist brechend voll, als Leni Hoffmann ihre Arbeiten vorstellt und sich die ganze Runde in eine rege Diskussion über die Relevanz von Kunst in der Gesellschaft verstrickt.

Juli 2009
Der Bretterstapel für Matthäus Thoma liegt bereit. Ab 2. August wird er vor Ort die nächste Ausstellung in der TKL aufbauen, Titel der Ausstellung:

“Ich wär´so gern in Nelkendorf”.

5. August 2009
Der Deutschlandfunk hat sich angekündigt und wird in der Zeit von 10.10 Uhr bis 11.30 Uhr live aus Lelkendorf über das Projekt “Kunst fürs Dorf – Dörfer für Kunst” berichten. Alle Einwohner Lelkendorfs und alle Interessenten, die gerne bei der Diskussionssendung dabei sein möchten, sind herzlich eingeladen (KfL – Halle). In Lelkendorf ist der Deutschlandfunk auf folgenden Frequenzen zu empfangen:
UkW: 89,8 und 106,0
Langwelle: 153

8. August 2009

Vorbeifahrende Autos fahren langsam, stoppen oder kommen zurück. Halb Lelkendorf schüttelt den Kopf. Ein großes Gebilde aus Brettern und Latten klebt an der Kunsthalle und ist weithin sichtbar. Die Ausstellung von Matthäus Thoma “Ich wär so gern in Nelkendorf” wird eröffnet. Zitat einer Lelkendorferin vor der Eröffnung: “Das hätte ich auch hingekriegt!”

Nach der Einführungsrede des  Kunsthallendirektors wirkt die Lelkendorferin nachdenklich. Ob sie es wirklich auch so hinbekommen hätte? Trotz Ferienzeit und Badewetter kommen über 40 Besucher und nehmen anschließend die Gelegenheit wahr, weitere Arbeiten von Matthäus Thoma im Roten Salon zusehen und mit ihm zu sprechen.

Direktor, Bürgermeister und Künstler freuen sich auf das nächste und letzte Highlight der TEMPORÄREN KUNSTHALLE LELKENDORF:

Am 12. September wird Jan Philip Scheibe (Hamburg) eine Installation zum Ende der Kunsthalle vorstellen.

11. August 2009

So macht das blog -Schreiben keinen Spass. Der Künstler braucht mal wieder eine Essenseinladung aus dem Dorf. Kalte Fischstäbchen und kalter Reis sind auf Dauer ganz schlecht für´s Gemüt.

08. September 2009

Kunsttransport. Lelkendorf bekommt von Rolf Wicker 4 Beobachtungsstände, die gut getarnt an verschiedenen Orten im Dorf aufgestellt werden. Im Inneren der Stände liegen verschiedene Bücher aus.  Darin sind (anonyme) Aussagen und Zitate der Einwohner von Lelkendorf über das Dorfleben, über früher und heute, über Arbeit und Kunst, Gott und die Welt zu lesen. Fotos des Künstlers aus dem letzten halben Jahr in Lelkendorf begleiten die Fülle der gesammelten Zitate.

Zitat eines Anwohners: “Wir haben hier eine neue Garage, die wurde in einem Tag von sieben Maurern erbaut!”

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Gleich auf dem Heimweg begegnen den Arbeitern/dem Künstler zwei Lelkendorfer Damen:  “Wir gehen nochmal los, ich habe vorhin meine Lesebrille vergessen, aber jetzt habe ich sie dabei!”.

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Die Aufstellung spricht sich herum, die ersten Neugierigen sind unterwegs, die Volkssolidarität will sogar gemeinsam alle Stände besichtigen.

11. September 2009

08.30 Uhr

Jan Philip Scheibe hat seine Installation “Einschlag” für das Ende der Kunsthalle gut vorbereitet. Der Blitz kann auf das Dach der Temporären Kunsthalle gesetzt werden, die Luftakrobatik beginnt. Sigmund Voss bringt mit schwerem Gerät die Stange sensibel in die vorbereitete Halterung.

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12.00 Uhr

Letzte Essenspatenschaft beim Bürgermeister. Rolf Wicker und Jan Philip Scheibe werden mit gefülltem Braten, Kartoffeln, Pilzsoße und Gemüse gefüttert, die weichen Kniee von der Aufbaunummer im Schlossweg stabilisieren sich. Dennoch ist die Pause kurz: die Verkabelung der Licht- und Soundtechnik ruft. Ein neuer Mitarbeiter für Elektrotechnik wird rekrutiert.

12.September 2009

10.22 Uhr

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Der Countdown läuft. Das gemütliche Frühstück im Atelier beginnt. Die Künstlerkollegen sind teilweise wieder angereist. Der Sohn eines Künstlers und der Hund des Bürgermeisters sind schon alte Freunde und warten gespannt auf das Dorffoto.

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17.42 Uhr

Der Abteilungsleiter “Fotografie und Dokumentation” der TKL, Thomas Draeger, treibt die Dorfbevölkerung in die gewünschte Position. Vier Jahre nach dem ersten Foto entsteht ein aktuelles Bild mit vielen Einwohnern Lelkendorfs.

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P912002818.45 Uhr

Bürgermeister Eggo Habelt verabschiedet den Künstler Rolf W. und entbindet ihn von seinen Pflichten als Direktor der Temporären Kunsthalle.

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Der scheidende Direktor begrüßt den Künstler Jan Philip Scheibe, hält auch am letzten Tag seine Einführungsrede zum Werk  Scheibes  und bedankt sich für die tolle Mitarbeit des Dorfes und für das Engagement seiner Künstlerkollegen bei den Projekten in und mit der Kunsthalle Lelkendorf.

Kopie von DSCI0361

Rolf Wicker erhält von den Freunden der TKL eine Erste-Hilfe-Kiste mit allerlei nützlichen Dingen für das weitere Überleben auf dem Lande (mit Notfallnummern!) nach dem Projekt. Der hundertste Freund der TKL, wird feierlich begrüßt und bekommt von der Vorsitzenden, Frau Karin Schacht, ein Essen für zwei Personen (Riesenzucchini) incl. Kerzenschein und Kochrezept überreicht. Das Dorffest kann endlich beginnen, Bier fließt.

20.06 Uhr

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Donnergrollen und Blitzeinschlag in Lelkendorf. Die entsetzte Bevölkerung muss fassungslos mit ansehen, wie Naturgewalten die Temporäre Kunsthalle Lelkendorf zerstören. Die Sirene des Dorfes gibt Feueralarm, die Freiwillige Feuerwehr Lelkendorf rückt aus und sperrt das Gebäude großräumig ab.

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Eine Person (Jan Philip Scheibe) wird vermisst, heftige Rauchentwicklung behindert die Bergung des Künstlers aus der getroffenen TKL.

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Kaum wieder bei Besinnung, schreit er, auf der Rettungsdecke  liegend: “Lasst mich hier liegen, aber holt das Bier raus, – da ist noch Bier drin!”. Tatsächlich, Dank dem Hinweis kann noch ein Fass Freibier gerettet und ausgeschenkt werden!

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13. September 2009

03.30 Uhr. Die letzten Besucher des Dorffestes zum Abschluss des Projektes “Kunst für Lelkendorf – Lelkendorf für Kunst” verlassen langsam den Festplatz.

Eine schöne (und anstrengende!) Zeit ist zu Ende.

Was bleibt, ist die Erinnerung an den Künstler Rolf Wicker und seine Arbeit, an einen Menschen, der sichtlich das Dorf und seine Einwohner geprägt hat.

Schönes Dorf A4

Die Gemeinde Lelkendorf und der Künstler Rolf Wicker bedanken sich bei:

der Deutschen Stiftung Kulturlandschaft, der kuratorischen Begleitung, den ausstellenden Künstlern in der TKL, dem Kulturförderverein Lelkendorf e.V., den Freunden und Mitarbeitern der Temporären Kunsthalle Lelkendorf, den Einwohnern Lelkendorfs für die Essenspatenschaften, den Gemeindearbeitern und weiteren freiwilligen Helfern, der Freiwilligen Feuerwehr Lelkendorf, dem Bauern Schulte-Ebbert, dem Künstlerhotel Ören und der Bierstube Köhne, sowie bei allen anderen, die bei dieser Aufzählung im Dunkeln blieben.

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Impressionen aus Lelkendorf:

Bau auf, bau auf!

Bau auf, bau auf!

Alte Schule, heute Heimatstube und Jugendklub

Alte Schule, heute Heimatstube und Jugendklub

Imbiss und Tante-Emma-Laden im Peeneweg

Imbiss und Tante-Emma-Laden im Peeneweg

Schloss Lelkendorf

Schloss Lelkendorf

Kita und betreutes Wohnen

Kita und betreutes Wohnen

Thing-Halle

Thing-Halle

Eingang zum Haustierpark

Eingang zum Haustierpark

Spielplatz

Spielplatz

Koi-Tempel

Koi-Tempel

Sonnenuntergang, Blick in die Hauptwindrichtung

Sonnenuntergang, Blick in die Hauptwindrichtung

Weitere Informationen über Lelkendorf finden Sie:

http://www.kunsthalle-lelkendorf.de/
www.amt-mecklenburgische-schweiz.de/_pages/lelkendorf/index.html
http://www.orte-in-mv.de/Ort/109_Lelkendorf/
http://www.kulturgut-proregio.eu/
http://www.haustierpark-lelkendorf.de/

Schöne Ansichten aus Ferdinandshof

23. Juni 2009

 

Gemeinde-und Vereinshaus

Gemeinde-und Vereinshaus

"Langer Stall" Haus für altersgerechtes Wohnen

Jugendclub und Bibliothek der Gemeinde

Scharmützelkirche - Hier wurde Ferdinandshof 1710 gegründet.

Scharmützelkirche - Hier wurde Ferdinandshof 1710 gegründet.

"Brandstall" (So benannt, da dieser häufiger abgebrannt ist) - Heutiger Festsaal

"Brandstall" (So benannt, da dieser häufiger abgebrannt ist) - Heutiger Festsaal

Regionale Schule

Regionale Schule

Grundschule Ferdinandshof

Grundschule Ferdinandshof

Schule zur individuellen Lebensbewältigung (für Menschen mit Handicap)

Schule zur individuellen Lebensbewältigung (für Menschen mit Handicap)

 Weiter Informationen und Ansichten unter www.ferdinandshof.de

Ein Leitsystem zum Neuen

22. Juni 2009

REINIGUNGSGESELLSCHAFT plant eine dauerhafte Installation im öffentlichen Raum der Gemeinde Grambow. Sie soll auf die vorangegangene Situationsanalyse und die erarbeiteten Vorschläge aufbauen. Der Grundgedanke der Installation ist die Zukunftsvision des Dorfes im Jahre 2057. Welche Ziele sollen bis dahin verwirklicht sein? Welche neuen Herausforderungen wird es für das Landleben geben? Unter dem Titel „Leitsystem zum Neuen“ soll eine Installation mit Verkehrsschildern entstehen. Die signalhafte, leicht verständliche Zeichensprache der Verkehrsleitsysteme wird künstlerisch bearbeitet und führt zu neuen Aussagen über Klimaentwicklung, Infrastrukturmaßnahmen oder Bevölkerungsentwicklung. Die Einwohner der Gemeinde werden die Möglichkeit haben, sich weiter aktiv in den Entstehungsprozess einzubringen.

Detail des Entwurfes

Detail des Entwurfes

Detail des Entwurfes

Detail des Entwurfes

Der Moorbote

22. Juni 2009


Seit April 2009 erscheint das Informationsblatt der Gemeinde Grambow, der Moorbote. Mit dem Erscheinen von bereits drei Ausgaben hat sich das Blatt fest etabliert und erzeugte eine positive Resonanz aus dem Dorf. Die Redaktion arbeitet ehrenamtlich und mit besonderem Engagement einer Einwohnerin der Gemeinde, Sigrun v. Raison. Die folgende Bildstrecke gibt einen Einblick in die Produktion und Verteilung einer Ausgabe des Infoblattes.

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Ausstellung der REINIGUNGSGESELLSCHAFT

22. Juni 2009

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Ausstellungsansicht

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zehn Thesen zu positiven Veränderungen des Dorflebens

Schon seit Ende April können alle Bewohner der Gemeinde Grambow die Zwischenergebnisse des Kunstprojektes im Gemeindehaus begutachten. Zu sehen sind Displays mit Umfrageergebnissen und fotografisch aufgearbeitete Bildtafeln zu den Anliegen der Bewohner.

Eine Bildtafel mit zehn Thesen zu positiven Veränderungen des Dorflebens fasst die Vorschläge für zukünftiges bürgerschaftliches Engagement zusammen. Dazu gehört die Gründung von Fahrgemeinschaften, die Publikation einer Dorfzeitung, die Schaffung altersgerechter Wohneinheiten, die Verbesserung der Einkaufsmöglichkeiten, die Initiierung von Sporttreffs, Dorfverschönerung in Eigeninitiative, ein autofreier Sonntag, die Instandsetzung des Spielplatzes und nicht zuletzt die Mitwirkung an einem Kunstwerk, welches den Anliegen der Landbevölkerung mehr Aufmerksamkeit verschafft.