Deutsche Stiftung Kulturlandschaft (DSK) beteiligt sich am „Zukunftsforum ländliche Entwicklung“ in Berlin

Die Deutsche Stiftung Kulturlandschaft hat sich zum Ziel gesetzt, die Kulturlandschaft durch Nutzung zu erhalten und zu fördern. Sie ist insofern eine Besonderheit, als sie von den traditionellen Nutzern der Landschaft, also Land-und Forstwirten, Gärtnern, Fischern und Winzern getragen wird. Die Sicherung der Biodiversität in genutzten Agrarlandschaften macht den besonderen Schwerpunkt der Stiftungsarbeit aus (zum Beispiel Sicherung der Ackerwildkräuter). Von großem Vorteil ist die enge Kooperation mit den Landnutzern, was zum Beispiel die gezielte Einbindung von Agrarumweltprogrammen der EU und von Bund und Ländern für Projekte vor Ort erlaubt.

In jüngster Zeit rückt auch der Zusammenhang zwischen vielfältiger Landschaft und der Gesundheit des Menschen in den Fokus ländlicher Entwicklungsperspektiven. Die DSK hat sich mit diesem Thema in das “Zukunftsforum ländliche Entwicklung“ anlässlich der Grünen Woche 2017 in Berlin eingebracht. Dabei wurde klar, dass die stets gesundheitsbezogene Erholung, aber auch die Genesung von Krankheit über nachsorgende Kuraufenthalte in der Regel auf dem Lande stattfinden muss. Auf der Suche nach Ruhe, Abbau von Stress und mentaler Stärkung rangieren die landschaftsbezogenen Freizeitaktivitäten ganz weit vorne. Spazierengehen, Spielen im Freien, Schwimmen, Wandern, Radfahren und Reiten tragen zur physischen und mentalen Gesundheit eines Menschen bei. Schon diese Aufzählung macht deutlich, welche Verbindungspunkte es zwischen land-und forstwirtschaftlicher Nutzung der Landschaft und Aktivitäten im Bereich von Freizeit, Erholung und Gesundheit gibt.

Die DSK sieht ihre Aufgabe vor allem darin, die Landwirte selbst an der In-Wert-Setzung der Landschaft durch Gesundheit und Erholung teilhaben zu lassen. Urlaub auf dem Bauernhof, Heilpflanzenanbau, Anlage von Blühstreifen und Hecken sowie Landschaftsparcours stehen beispielhaft dafür. Das vergrößert nicht nur die Vielfalt der Landschaft, sondern verbessert auch die Einkommensperspektiven der Bauernfamilien und übrigen Bevölkerung im ländlichen Raum.