Kunstprojekt 2009 in Ferdinandshof

Leni Hoffmann

Leni Hoffmann

Die Düsseldorfer Künstlerin, geboren 1962 in Bad Pyrmont, arbeitet hauptsächlich ortsbezogen und hat in den vergangenen Jahren eine Reihe von Arbeiten im öffentlichen Raum realisiert. In ihrer künstlerischen Arbeit fragt die Künstlerin nach den Beziehungen zwischen Ort und Mensch. Sie nimmt die vorgefundene Raum-Situation, den Ort, seine architektonischen und urbanen Absurditäten, inklusive der schönen und scheußlichen Besonderheiten genauer in den Blick. Sie fragt nach den Einflüssen, die ein Ort und ein sich verwandelnder Ort auf das Verhalten der Menschen ausüben. Als malerische Gesten begreift die Künstlerin die unsichtbaren Bahnen, auf denen sich Menschen bewegen, die an diesen Orten, in diesen Räumen agieren.

 

Bekannt wurde Leni Hoffmann für ihre Werke aus Knetmasse, in den kräftigen Farben Grün, Rot, Gelb. Immer wieder hat sie daraus Bodenarbeiten geschaffen, die sich mit jedem Fußtritt des Ausstellungsbesuchers anders darstellen. Im Rahmen einer großen Schau im Kunstverein Hannover warf sie mit dem Kurator tennisballgroße Knetkugeln auf die Straße, die von Autos plattgefahren wurden. Auch das ist eine Art von Malerei, die sich mit jedem Fahrzeug verändert und am Ende völlig nivelliert.

 

Seit 2002 ist Hoffmann als Professorin für Freie Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe in Freiburg tätig.

Stipendien und Preise
Aktuelle künstlerische Projekte
  • Kunstprojekt in Ferdinandshof
  • „RGB“, Museum Ludwig Köln, neue Arbeiten im Dialog mit der Architektur des Museum Ludwig. Die Skulpturen der „Enkelin des Konstruktivismus“ (gemeint ist Leni Hoffmann) laden den Besucher ein, sie zu „besitzen“, ihre Boden- und Wandmalereien aus Knete archivieren die Spuren des Publikums.
  • „Sansibar“, Gestaltung des Vorplatzes des alten Hafenspeichers in Vegesack.