Kunst fürs Dorf - Dörfer für Kunst 2009:
Vier Künstler in Mecklenburg-Vorpommern 

Kunstprojekt in Ferdinandshof

Das Kunstprojekt "Simson" in Ferdinandshof
ProjektgemeindeFerdinandshof
KünstlerinLeni Hoffmann
KunstprojektNeben großformatigen Fotos im Dorf zeigte Leni Hoffmann eine Aluminiumschüttung auf einen Holzstapel. weiter...

Kunstprojekt in Grambow

Kunstprojekt in Grambow
ProjektgemeindeGrambow
KünstlerReinigungsgesellschaft (RG)
KunstprojektMit einem „Leitsystem zum Neuen - Grambow 2057“ sprechen die Dresdner Künstler Martin Keil und Henrik Mayer die künftigen Probleme des Dorfes an. weiter...

Kunstprojekt in Lelkendorf

Kunstprojekt in Lelkendorf
ProjektgemeindeLelkendorf
KünstlerRolf Wicker
KunstprojektVier Beobachtungsstände aus Holz, mit Sitzgelegenheit und ausgelegtem Hefter „Jäger und Sammler“, der Zitate von Lelkendorfern zu dem Thema „Kunst“ enthält. weiter...  

Sinn und Zweck der Kunstprojekte

Über die Kunst das Interesse bei zeitgenössischen Künstlern wecken an dem Leben auf dem Lande: Das ist das Ziel des Projektes „Kunst fürs Dorf - Dörfer für Kunst“ der Deutschen Stiftung Kulturlandschaft, das 2009 zum ersten Mal in drei Dörfern in Mecklenburg-Vorpommern stattgefunden hat. Der Projektauftakt war ohne Frage ein Erfolg. Vier hochkarätige Künstler lebten ein halbes Jahr auf dem Lande und ließen sich von den Menschen und der Landschaft beeindrucken. Es ging ums Hinschauen, Sicheinmischen, Miteinanderreden und darum, das Gemeinschaftsgefühl in den Dörfern zu fördern, um den Menschen eine selbstbewusste Identifikation mit ihrer Region zu ermöglichen.   

 

Leni Hoffmann aus Düsseldorf war in Ferdinandshof (Landkreis Uecker-Randow) zu Gast und realisierte u.a. ihr Kunstprojekt „Simson“ auf dem Gelände des Gutshofes, bei dem ein Holzstapel mit heißem, verflüssigtem Aluminium überzogen worden ist.  

  

Martin Keil und Henrik Mayer von der Reinigungsgesellschaft haben in Grambow (Landkreis Nordwestmecklenburg) bei Schwerin „ein Leitsystem zum Neuen - Grambow 2057“ geschaffen, mit dem sie die Richtung weisen, in die sich das Dorf in den kommenden Jahren entwickeln könnte. Auf zwölf Verkehrsschildern, die neben der Bushaltestelle des Ortes aufgestellt sind, geht es um Zu- und Abwanderung, altersgerechte Infrastruktur oder Klimawandel und damit um die Aufgaben der Zukunft, die Grambow zu bewältigen hat.  

  

Der Berliner Künstler Rolf Wicker hat aus einem ehemaligen Pförtnerhäuschen in Lelkendorf (Landkreis Güstrow) die „Temporäre Kunsthalle Lelkendorf“ gemacht und präsentierte dort ein halbes Jahr lang herausragende und international tätige Künstler. Lelkendorf hatte damit sechs Monate lang die kleinste Kunsthalle Deutschlands. Nebenher baute er vier Beobachtungsstände, in die sich die Bewohner setzen, lesen und durch ein Loch in die Umgebung spähen können.  

  

Siehe auch  „Das Dorf als Atelier“