Kunstprojekt 2009 in Lelkendorf
Der Blitz und das Ende der Kunsthalle
Ein symbolischer Blitzeinschlag in das ehemalige Pförtnerhäuschen an der Zufahrt zum Schloß hat das Ende der Temporären Kunsthalle in Lelkendorf markiert.

- Jan Philip Scheibe, Blitz-Einschlag in das Dach der Temporären Kunsthalle
Den Einschlag verdankte Rolf Wicker seinem Hamburger Künstlerkollegen Jan Philip Scheibe, der ein weißes Glübbirnenband auf das Dach der Halle befestigte und es nach Einbruch der Dunkelheit kräftig blinken ließ.
Rolf Wicker, sechs Monate lang Direktor dieser Kunsthalle, hat sein Amt niedergelegt und den Lelkendorfern in einer bewegenden Abschiedsrede für ihre Unterstützung gedankt. Dreißig von ihnen hatten sich im April zu den Freunden der Temporären Kunsthalle Lelkendorf zusammengeschlossen und Wicker bei den Vorbereitungen für die einzelnen Ausstellungen tatkräftig unterstützt. Bleiben werden den Lelkendorfern von dem Berliner Künstler vier Beobachtungsstände aus Holz, in die sich die Bewohner setzen können, um in dem ausgelegten Hefter „Jäger und Sammler“ zu lesen oder durch ein Loch in die Umgebung zu spähen. In dem Hefter hat Rolf Wicker Gesprächsfetzen notiert, die er während seiner vielen Begegnungen mit den Lelkendorfern aufgeschnappt hat.

- Rolf Wicker, Beobachtungsstand "Holzstapel", aufgestellt an der zentralen Kreuzung zum Schloss
Die TEMPORÄRE KUNSTHALLE LELKENDORF präsentierte ein halbes Jahr lang herausragende und international tätige Künstler in dem Dorf. Zu sehen waren sieben Ausstellungen mit spannenden Positionen zur zeitgenössischen Kunst und Künstlern wie dem Berliner Pfelder, der im März mit seiner Arbeit „Kunsttransport“ die Ankunft der Kunsthalle in Lelkendorf thematisiert hatte. Dazu hatte er dem Häuschen eine riesige Transportkiste übergestülpt, die von der Freiwilligen Feuerwehr geöffnet worden war.
Die erste Ausstellung in der Kunsthalle bestritt der Stuttgarter Künstler Rainer Ecke mit seinen „Luftballons“. Weiter waren in der Kunsthalle zu Gast: Jörg Schlinke „Scheit“, Stierow, Katja Pudor „degrees of frost“, Berlin, Leni Hoffmann „__lilt“, Düsseldorf, Matthäus Thoma „Ich wär´so gern in Nelkendorf“, Berlin und Jan Philip Scheibe „Einschlag“, Hamburg. Die Aussstellungen waren rund um die Uhr von außen zugänglich und der Besuch der kleinsten Kunsthalle Deutschlands kostenlos.










