Ländlicher Raum braucht kreative Bauherren

DSK unterstützt Deutschen Landbaukultur-Preis

Kreative Bauherren und Architekten aus dem ländlichen Raum wurden am Dienstag, den 12. Februar 2019, durch Bundesministerin Julia Klöckner mit dem diesjährigen Deutschen Landbaukultur-Preis ausgezeichnet. Die Deutsche Stiftung Kulturlandschaft (DSK) unterstützt seit drei Jahren die Verleihung dieses Preises, mit dem herausragende Beispiele qualitativ hochwertigen Bauens unter Wahrung regionaltypischer Bauweisen, örtlicher Baumaterialien aber auch innovativer architektonischer Leistungen gewürdigt werden. “Der Preis ist Teil einer Entwicklung des ländlichen Raumes. Er gibt dem ländlichen Raum einen besonderen Wert“, sagte Bundesministerin Klöckner. Zugleich hob sie die Bedeutung attraktiver Umbauten von ehemaligen Gehöften in den Dorflagen für die Beseitigung des Leerstandes von potentiellem Wohnraum durch den Zuzug vor allem junger Familien in den ländlichen Raum hervor.

Hauptpreis: Hofstelle der Familie Stiegler in MIttelfranken

Der Präsident des Bundes Deutscher Architekten, Heiner Farwick, zugleich Vorsitzender der Fachjury für die Verleihung des Preises, stellte die sieben Preisträger aus 80 Bewerbungen vor. Beeindruckend waren der völlige Neubau einer durch Brand zerstörten Hofstelle der Familie Stiegler im mittelfränkischen Gonnersdorf. Der Erhalt der alten Gebäudekubatur bei gleichzeitiger Verwendung des traditionellen Werkstoffs Holz und Sicherung neuer Funktionalitäten (Haselnuss-Verarbeitung und Hofladen) haben nicht nur für den landwirtschaftlichen Familienbetrieb, sondern für das gesamte Dorfbild prägende Bedeutung. Ähnliches gilt für die Renovierung eines alten Austrags- bzw. Altenteilerhauses, bei der Bauherr und Architekt eine ungewöhnliche Kombination von Holz, Beton, Glas und Granit eingegangen sind. Das alleinstehende Gebäude ist mittlerweile zu einem Anlaufpunkt bauinteressierter Mitbürger aus ländlichen und städtischen Gebieten geworden. Zu den Preisträgern: www.landbaukultur-preis.de.